Mitgliederversammlung bestätigt Vorstand und berät über neue Aktivitäten
Wie geht es weiter mit SMS? Hat die Bürgerinitiative einen Sinn, auch wenn das Projekt „Steinbruch bei Olk“ (vielleicht) nicht mehr droht? Für die rund 30 Mitglieder, die am Mittwoch, 30. März, in Olk in das Gemeindehaus gekommen waren, ist dies keine Frage. Die Mitgliederversammlung bestärkte den Vorstand in seiner Arbeit und im Amt. Klaus Ritter zeigte zu Beginn auf, was im vergangenen Jahr geleistet wurde. Es sei natürlich nicht möglich gewesen, den Spannungsbogen der Aktivitäten aus dem Jahr 2009 aufrechtzuerhalten, da auch die Investoren offenbar das Projekt aufgegeben haben. Allerdings bliebe die Festlegung des Weislandes als Rohstoffsicherungsgebiet im Landesentwicklungsplan, und dies könne immer wieder neue Investoren anlocken. Deshalb sei es wichtig darauf hinzuwirken, dass der Regionale Entwicklungsplan, der derzeit erarbeitet wird, für dieses Gebiet keinen oberirdischen Abbau vorsieht.
Gerd Eiden erläuterte die Aktivitäten des Arbeitskreises Rechberg. Zu den sechs Samstagen im Sommer und im Herbst seien jeweils zwischen fünf und zwölf Helfer und Helferinnen gekommen, die über 340 Arbeitsstunden in dem Olker Naturschutzgebiet leisteten. Das Ergebnis habe den Biotopbetreuer so begeistert, dass er SMS um die Ausweiterung der Aktivitäten gebeten hat. Aber schon die Pflege des derzeitigen Gebietes wird viel Arbeit bereiten. Als nächste Aktion steht am 16. und 23. April die Ausbesserung und Instandsetzung des alten Zauns an, damit das Gebiet wieder beweidet werden kann, denn ob mit Schaf oder Mähwerk, im Herbst muss wieder der Aufwuchs von drei Hektar Fläche entfernt sein.
Die Aktivitäten des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit haben sich 2010 auf die Begleitung der SMS-Arbeit konzentriert. Ein großer Erfolg war das Drachenfest im Herbst, das möglichst wiederholt werden soll.
Alfred Wirtz zeigte die politische Arbeit der Bürgerinitiative in den Gremien von den Ortsbeiräten bis zur Planungsgemeinschaft auf. Sie kam nach außen vor allem durch die Resolution des Gemeinderats Ralingen zum Regionalen Entwicklungsplan zum Ausdruck. Darin wendet sich der Gemeinderat mit der Bitte an die Planungsgemeinschaft, bei der nunmehr vorzunehmenden Fortschreibung des ROP für den Bereich des gesamten projektierten Abbaugebiets der Gemarkung Ralingen-Olk den oberflächennahen Abbau des Kalkgesteins nicht zuzulassen.
Anne Guillot konnte als Kassenwart eine wohlgefüllte Kasse präsentieren, vor allem dank der bezahlten Pflegearbeiten im Rechberg. Die Kassenprüfer Martin Schneider und Marian Dal befanden die Kassenführung für makellos und beantragten die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte. Einstimmig wurde auch der Vorstand in seinem Amt bestätigt; ergänzt wird er künftig durch Christiana Bruns, die Edgar Backes als Beisitzerin ablöst, und Brigitte Ankly als Schriftführerin.
Einstimmig angenommen wurden auch die vorgeschlagenen Satzungsänderungen, wonach der Verein nun bis zu vier Sprecher (zwei mit Außenvertretung) und bis zu vier Beisitzer hat.
Bleibt als Fazit: SMS lebt und behält seinen Sinn – mit und ohne Steinbruch-Bedrohung. Der Gemeinde Ralingen tut ein zusätzlicher Verein mit engagierten Mitgliedern gut, und die Arbeitsgebiete Naturschutz, Tourismus und Naherholung bieten Raum für eine Fülle möglicher Aktivitäten. Eine wurde schon an diesem Abend aufgezeigt: die Erhaltung der alten Kalkstein-Trockenmauern, wie sie im Sauertal und den anliegenden Gebieten noch vielfach anzutreffen sind, oft allerdings in einem schlechten Zustand – Kulturgüter, die es zu erhalten gilt.
ga